Konzert: Zwischen den Jahren

27. Dezember 2025

Mit dem Konzert, „Zwischen den Jahren, das buchstäblich unter die Haut ging, durften wir am 27. Dezember 2025 die Vorstellungsreihe im Kultur.Haus für dieses Jahr beschliessen. Die Violinistin, Veronika Miecznikowski, und der Cellist, Milo Ferrazzini, verwandelten zusammen mit dem Pianisten, Daniel Moos, unseren voll besetzten Konzertsaal für eine Stunde in eine kleine Carnegie Hall. Das Publikum konnte hautnah die Fingerfertigkeiten der KünstlerInnen erleben und wurde verzaubert von den Klängen, die die drei Stars ihren Instrumenten entlockten. Musik, die nachklingt.

                  

Theater: Der Abschiedsbrief

28. & 29. November 2025

Zum ersten Mal wurde unser Kultur.Haus zum Ort des Schauspiels. Das Stück, „Abschiedsbrief“, ist ein tiefsinniges und zugleich sehr unterhaltsames Gespräch zwischen Ehepartnern über das Leben, seinen Sinn, sowie die Höhen und Herausforderungen der Ehe. Dazu verwandelten wir das Kultur.Haus ins Wohnzimmer des Ehepaares und durften zwei Abende diesem Schauspiel seine Bühne geben. Beide Veranstaltungen waren ausverkauft und der Applaus der Zuschauer bis hin zu Standing Ovations lassen uns glauben, dass es ein gelungenes Event war. Die ausgelassene Stimmung beim anschliessenden Umtrunk und die vielen schönen Gespräche rundeten die Abende stimmungsvoll ab. Wer sich noch einmal die Atmosphäre in Erinnerung rufen möchte, schlendert am besten durch unsere Bildergalerie.

                 

Vernissage Präkuscha

Vilan24, 25.11.2025

Die Prättigauer Kunstschaffenden (PräKuScha) haben das neue Kultur.Haus in Conters für sich eingenommen. Eine grosse Vielfalt von 75 Werken versammelte sich auf drei Etagen. 14 Künstlerinnen und Künstler feierten am Samstag, 22. November ihre Vernissage. Die Ausstellung kann nur an Anlässen im Kultur-haus besucht werden.

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Finissage Ausstellung

11. Oktober 2025

Noch einmal konnten Besucher die erste Ausstellung im Kultur.Haus geniessen. Ursi Götz und Chris van Weidmann, zwei besondere Künstlerinnen aus Graubünden gaben einen besonderen Einblick in ihre Werke. Abstrakte Malerei neben humoristischen, figürlichen oder gar Fantasy-Werken von Ursi Götz konnten bestaunt werden bei einem feinen Apero und einem Glas Wein mit der Künstlerin. Daneben die schöne Kalligrafie von Chris van Weimann, die Geschichte im Bild. Eine Ausstellung geht nun zu Ende, die wir in schöner Erinnerung behalten. Geniesse ein paar Eindrücke des Events in unserer Fotogalerie.

                             

Eröffnungsfeier Nachmittag

13. September 2025, Nachmittag

Mehr als 70 Menschen erleben mit uns den Moment der Eröffnung. Drei Jahre lang eine Baustelle und ab sofort ein kleines Juwel, ein Kultur.Haus mitten im Prättigau. Wir sind stolz und glücklich, dass unser Traum real wurde und das Kultur.Haus von so vielen offenen Armen begrüsst wurde.

Mit ein paar Worten zum 3-jährigen Bau und seinen technischen Feinheiten, den architektonischen Gedanken von der Idee bis zur Vollendung und schliesslich den Zielen, Visionen und Ideen, die das Kultur.Haus mit Leben füllen sollen, durften wir die Reise durch viele kommende Kulturerlebnisse mit allen Besuchern beginnen.

Erster Halt war direkt ein Hotspot, nämlich Jachen Wehrli. Er brachte uns alle zum Schmunzeln, zum Nachdenken und nicht zuletzt herzlich zum Lachen. Ursi Götz und Chris van Weidmann rundeten das Programm ab mit einer Ausstellung zweier Künstlerinnen, die so viel gemeinsam haben und doch unterschiedlicher nicht sein könnten. Präzision, Kreativität, Mut und Energie sind nur einige Beschreibungen, die mir dabei in den Sinn kommen. Momente für die Seele, die mit den Gaumenfreuden von La Culina zu einem perfekten Ganzen verbunden wurden.

Nutze die Chance und schlendere durch die Bildergalerie, um in Erinnerungen zu schwelgen oder einfach Eindrücke zu sammeln von einem besonderen Tag.

                               

 

Eröffnungsfeier Abend

13. September 2025, Abend

Zeit für die Sinne, den Gaumen und das Auge…..

so durften wir den Eröffnungsabend im neuen Kultur.Haus erleben. Zusammen mit all unseren gutgelaunten, neugierigen und festlich gekleideten Gästen liessen wir uns ein auf eine Reise durch die Entstehung des Kultur.Hauses und die Vision dahinter.

Eine Säule unserer Vision ist es, Kunst & Kultur auf die Bühne zu bringen. Mit fünf herausragenden Solisten, darunter zwei OpernsängerInnen von der Mailänder Scala gab das Kultur.Haus einen ersten Beweis dafür, dass hier Wünsche und Visionen in die Tat umgesetzt werden. Maria Novella Malfatti als Sopran, Haiyang Guo, als Tenor, Veronika Miecznikowski, mit ihrer Violine aus dem 18. Jahrhundert und Claude Hauri am ebenso alten Cello wurden begleitet und moderiert von Daniel Moos am Klavier. Der Sall bebte, Tränen der Freude wurden vergossen und der tosende Applaus liess die Herzen höher schlagen. Berührt und beschwingt wandelten die Besucher m Anschluss durch die beeindruckende Ausstellung von Ursi Götz und Chris van Weidmann, überlegten, wo man welches Bild zuhause integrieren könnte, und feierten bei feinen Köstlichkeiten und einem guten Glas Wein bis in die Nacht.

Wandle dich durch die Bildergalerie und sauge ein wenig von der großartigen Atmosphäre auf, die das Kultur.Haus bei seiner Eröffnung erleben durfte.

                                           

 

Ein Kultur.Haus für alle

Qultur, 14.09.2025

Am vergangenen Samstag war es endlich soweit: Beat und Sabine Rudolf haben ihr Kultur.Haus in Conters offiziell eröffnet. Es ist immer noch ein klein wenig surreal, dass zwei Kulturgeniesser und nicht zwei Kulturschaffende der Region ein solches Bijou geschenkt haben, welches man eher in Zürich als im Prättigau erwarten würde.

Es wurde mit der grossen Kelle angerührt am Samstag in Conters. Und obwohl am vergangenen Wochenende wirklich überall Veranstaltungen über die Bühne gingen, waren die Stühle im neuen Kultur.Haus komplett besetzt. Der Plan der Rudolfs schien aufzugehen, denn zum ersten Mal erhielt man an der Eröffnung einen Eindruck, wie die beiden sich das vorgestellt hatten mit dem Kultur.Haus, welches ein Treffpunkt für alle sein soll und der 224-Seelen-Gemeinde, Conters, wie auch dem Prättigau und hoffentlich sogar über die Prättigauer Grenzen hinaus kulturelle Horizonte erweitern soll. Nach der kurzweiligen Einführung der beiden Philanthropen betrat dann der Slampoet Jachen Wehrli die Bühne und erzählte unterhaltsame Geschichten aus seinem Leben. Schon witzig, ihm zuzuhören, wie er als passionierte Motorradfahrer mit seinem Beruf als Texter gegen andere harte Männer den Kürzeren zieht. Denn mit seinem Bart und den Tätowierungen tippen die meisten bei ihm eher auf einen Stahlbauarbeiter, als auf einen Texter. Darum habe er sich entschieden, sich jeweils schlicht als Arzt vorzustellen. Dann müsse er auch nicht viel erklären. Ebenfalls wenig erklären müssen die Rudolfs, denn jetzt wirkt das Kultur.Haus. Am Abend wurden die Gäste mit einem ganz besonderen Konzert verwöhnt. Eine Sopranistin, die in vielen Opernhäusern der Welt zuhause ist und ein Tenor der Mailänder Scala, begleitet von drei virtuosen Solist:innen an Violine, Cello und Klavier sorgten bei den Gästen für Hühnerhaut und Tränen der Freude. Alle Gäste waren schliesslich begeistert von dem grossgeschnittenen Ausstellungsraum, in dem Bilder von Ursi Götz und Chris van Weidmann hängen. Man merkt es, dass im Kultur.Haus mit viel Liebe für’s Detail gearbeitet wurde. Hier ist ein echte Initiative für das Miteinander im Tal auf die Beine gestellt worden. Es wäre ihnen zu gönnen, wenn das Kultur.Haus sich auch zukünftig zum richtigen Publikumsmagneten mausert.

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Das Kultur.Haus mitten im Prättigau öffnet seine Türen

Vilan24, 08.09.2025

Am 13. September wird das neue Kultur.Haus in Conters offiziell eröffnet. Das Engagement der beiden Initianten Sabine und Beat Rudolf kann man nicht genug loben, denn der Geschäftsmann und die Tierrechtsanwältin hätten das Geld sicher auch anderweitig einsetzen können. Zum Glück haben sie sich dafür entschieden, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und auf dem grünen Streifen zwischen altem und neuem Dorf ein echtes Bijou errichtet.

Von aussen kann man die Dimensionen vom neuen Kultur.Haus nur erahnen. Doch wenn man mal drin ist, merkt man, dass die Rudolfs mit der grossen Kelle angerührt haben und nichts dem Zufall überlassen wird. Der Ausstellungsraum im Untergeschoss ist gross geschnitten und ein moderner Traum für jegliche Kunstschaffende. Zum Start gebe es dort eine Ausstellung von zwei Künstlerinnen aus Graubünden, sagt Sabine Rudolf.Wir werden die Ausstellung auch im Oktober nochmals zeigen bei einer Finissage bevor wir die nächste Ausstellung planen.» Unsere Idee ist es möglichst jeden zweiten Monat eine neue Ausstellung zeigen zu können. Im Erdgeschoss findet man sich in einem modernen und mit grossen Fenstern hell gestalteten Raum, der mit allerlei Kulturveranstaltungen gefüllt werden soll und mindestens 80 Leuten Platz bietet.

Der ideale Übergang

Der Bau ist modern, barrierefrei und man freut sich jetzt schon darauf, dass die Räume bald mit Leben und Kultur gefüllt werden. Man merkt es beim Lift oder auch bei den Toiletten, dass hier für die Zukunft gebaut wurde und niemand ausgeschlossen werden soll. Die Ideologie des Teilens und des friedlichen Miteinanders der beiden ist auch in anderen Bereichen spürbar. So wurde der alte Gravensteiner-Apfelbaum neben dem Haus nicht abgesägt, sondern erhalten. «Wir wollten mit dem Bau die Natur möglichst wenig belasten.» Und es stimmt: Obwohl der Bau auf dem modernsten Stand ist, hat man nicht das Gefühl, dass das Kultur.Haus nicht wirklich nach Conters passen würde oder extrem aus dem Dorfbild heraussticht. Das sei auch so geplant gewesen. «Es bildet einen schönen Übergang zwischen dem alten Dorfkern und den neuen Häusern, die in den letzten Jahrzehnten gebaut wurden». Als moderne Interpretation eines Walserhauses passt es sich gut an das Dorfbild von Conters an.

Kultur wie in einer Postkarte

Die sonst schon packende Idylle, bei welcher Natur und Mensch im Einklang lebt, kippt fast ein wenig ins Kitschige, wenn man im obersten Stock des Gebäudes steht. Denn durch das grosse Fenster hat man einen Ausblick auf Saas, der einem das Gefühl vermittelt, als würde man mitten in einer Postkarte stehen. «Wenn wir mal eine kleinere Veranstaltung haben, für die der Hauptsaal zu gross ist, haben wir hier eine geeignete Räumlichkeit. Auch für Seminare und Workshops ist hier Platz», sagt Sabine Rudolf. Jetzt geht es vor allem darum, das Kultur.Haus bekannt zu machen. «Wir planen im Moment monatlich eine Veranstaltung. Wir hoffen, dass viele Leute vorbeikommen und das Kultur.Haus kennenlernen und erleben möchten». Ihr Grundgedanke sei immer noch der gleiche wie am Anfang der Planungsphase. «Wir wollen im schönen Prättigau einen weiteren Ort für die Kultur schaffen». Wichtig sei ihnen, mit dem Gebäude und den Veranstaltungen möglichst viele Leute anzusprechen. «Das Kultur.Haus soll ein weiterer Anlaufpunkt im Prättigau werden, um Kunst und Kultur in seiner Vielseitigkeit erleben zu können».

Netzwerken geht nur vor Ort

Beat und Sabine wünschen sich, dass mit der Zeit verschiedenste Veranstaltungen, Lesungen, Theater, Konzerte und vieles mehr im Kultur.Haus stattfinden werden. «Es wird hoffentlich ein Treffpunkt für ganz viele Leute, die schöne Erlebnisse mit uns sammeln möchten.» Eine weitere Leidenschaft der Kulturgeniesserin kommt beim Gespräch auch immer wieder aufs Trapez: Kultur.Tier; damit ist gemeint, die richtige Kultur im Umgang mit Tieren, das Tierwohl, zu unterstützen. «Das Tierwohl liegt uns genauso am Herzen wie die Kultur. In einem ersten Projekt, das wir mit der Eröffnung vom Kultur.Haus ins Leben rufen, geht es um den stressfreien Umgang mit Alpakas». «Alpakas sind extreme Fluchttiere, die sich nicht zum Kuscheln eignen. Bis man mit Alpakas eine Wanderung machen kann, die für Mensch und Alpaka ein stressfreies Erlebnis ist, ist es durchaus ein weiter Weg». «Einer der ersten Schritte in diesem Projekt wird es sein eine Community für Alpakabegeisterte zu gründen, die auch eine Platform sein soll für Erfahrungsaustausch und gemeinsame Wissenserweiterung; dazu wird es im Kultur.Haus Vorträge und Diskussionsrunden geben mit viel Raum zum Netzwerken.

Monatliche Höhepunkte

Eröffnet wird das Kultur.Haus am 13. September 2025. Für diese erste Veranstaltung konnte der Comedian und Slam Poet Jachen Wehrli aus Cazis gewonnen werden. Zudem stellen Ursi Götz und Chris van Weidmann gemeinsam aus. Über die Homepage www.kultur.haus kann man sich immer noch anmelden, um bei diesem besonderen Ereignis dabei zu sein. Besonders spannend ist auch der weitere Veranstaltungskalender, den die Rudolfs auf ihrer Webseite www.kultur.haus zusammengestellt haben. Am 11. Oktober 2025 findet eine Finissage der Ausstellung der beiden Künstlerinnen statt. Am 28. und 29. November 2025 treten die in Conters lebende Schauspielerin Tonia Maria Zindel gemeinsam mit dem inzwischen in Valzeina lebenden Andrea Zogg auf. Sie spielen das Stück «Der Abschiedsbrief» aus der Feder von Audrey Schebat. Ein Konzert unter dem Titel «Zwischen den Jahren» bildet am 27. Dezember 2025 den Abschluss für dieses Jahr. Darin bringt das Trio Veronika Miecznikowski (Violine), Milo Ferrazzini (Cello) und Daniel Moos (Klavier) klassische Klänge nach Conters. Es bleibt zu hoffen, dass die Freude am friedlichen Zusammenspiel zwischen Kultur, Natur, Tieren und Menschen von der Bevölkerung als Bereicherung angenommen wird und im 2026 viel Verbindendes entstehen kann.

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Impressionen der Bauzeit

Drei Jahre nach der ersten Idee und zwei Jahre nach dem Spatenstich ist es geschafft. Das Kultur.Haus in Conters ist fertig. Es war eine intensive uns spannende Zeit. Das Haus ist sehr schön geworden, die Architekten, Fachplaner und Handwerker haben tolle Arbeit geleistet.

                 

Wir wollen die Kultur näher zu den Leuten bringen

Vilan24, 01.03.2025

Im Herzen von Conters wird fleissig gebaut. In dem Gebäude, welches im Moment innen noch ausgebaut wird, soll die Kultur in Form von Lesungen, Konzerten, Theater und Ausstellungen ein Zuhause finden. Interessant dabei: Die beiden Initiatoren Sabine und Beat Rudolf sind beide keine Kulturschaffenden, sondern wollen mit dieser Institution der Gesellschaft etwas zurückgeben.

Vor 13 Jahren hat Sabine Rudolf ein Haus in Conters gekauft. Ursprünglich war dies einfach als Ferienhaus gedacht, wo sie sich am Wochenende nach einer stressigen Woche erholen konnte. Als Rechtsanwältin war sie über die Jahre in verschiedenen Industrieunternehmen tätig. «Zuletzt arbeitete ich für einen chemischen Vertriebshändler. Ich habe da die Rechtsabteilung für Europa, Asien und Südamerika geleitet und war dadurch auch viel im Ausland unterwegs.» Am Wochenende konnte sie dafür in Conters als Ausgleich ein idyllisches Leben geniessen. Vor acht Jahren zog es die Bayerin dann komplett ins Prättigau. Einen Einfluss hatte sicher auch ihr Mann Beat, der zu diesem Zeitpunkt noch in Igis wohnte. «Da wir bemerkten, dass es eben doch am schönsten in Conters ist, haben wir die anderen Wohnungen gekündigt und sind komplett hochgezogen. Wir sind dann von Conters aus zu unseren Jobs gereist.» Als die Pandemie auftauchte, bemerkten die beiden, dass diese Entscheidung goldrichtig war.

Ausgehmöglichkeit im Prättigau

Im Jahr 2022 wollte Sabine Rudolf eine Veränderung. «Ich wusste immer schon, dass ich irgendwann aussteige. Das möglichst, bevor ich zum alten Eisen bei einem Unternehmen gehöre.» Kurz vor ihrem 50. Geburtstag war es dann so weit. Sie leistete ihrem Traum Folge und gründete ihre eigene Kanzlei. Nach 25 Jahren in der Industrie habe es eine Veränderung gebraucht. «Ich bin spezialisiert auf Tierrecht. Ich mache ausschliesslich Fälle, bei denen es um Tiere geht.» Am Anfang habe sie das als Hobby nebenbei geplant, bis sie gemerkt habe, dass die Nachfrage grösser als erwartet sei. Ebenfalls vor drei Jahren habe sie mit ihrem Mann sich für das Kulturhaus entschieden. «Ich liebe es, in Conters zu wohnen, aber ich finde, das kulturelle Angebot im Prättigau ist durchaus ausbaufähig. Wir wollen eine weitere Möglichkeit schaffen, um im Prättigau die Kultur näher zu den Leuten bringen. Selbst im Prättigau gibt es viele Künstlerinnen und Künstler, die es wert sind, unterstützt zu werden. Auch ihnen wollen wir eine Plattform bieten.»

Ein Haus für die Zukunft

Das Kulturhaus Conters werde gehalten von einer Stiftung, was viele Möglichkeiten eröffne. «Es ist so möglich, dass die Kunstschaffenden ihre Bilder bei uns aufhängen können, ohne dass sie dafür in finanzielle Vorleistungen gehen müssen.» Als Sabine Rudolf und ihr Mann sich entschieden, ein Kulturhaus zu bauen, war es ihnen wichtig, dass es sich ins Dorfbild einfügt und Ökologie und Naturverbundenheit eine grosse Rolle spielen. Dass es so lange gegangen ist, hat diverse Gründe. Es sei beispielsweise fast zwölf Meter tief gegraben worden. «Es ist ein sehr ökologisches Haus, hat Erdsonde, Solaranlage, Wärmepumpe und Energiespeicher. Es soll ein Haus für die Zukunft sein. Und das bringt natürlich einen gewissen Aufwand mit sich.» Geplant sei eine Eröffnung im September. Momentan werde innen noch ausgebaut. Die Pläne klingen vielversprechend. «Im Untergeschoss gibt es ein Atelier für Ausstellungen. Im Obergeschoss entsteht ein Veranstaltungsraum für Konzerte und Theateraufführungen.» Auf einer Ebene befänden sich Räumlichkeiten für Workshops und Seminare. «Das Haus soll vielseitig nutzbar sein, dass möglichst viele verschiedene Veranstaltungen dort stattfinden können, vom Yoga oder Meditationsseminar über Theaterstücke und Lesungen bis hin zu Konzerten und eben Ausstellungen.»

Stiftung für Kultur und Tiere

Die kulturellen Institutionen im Prättigau können aktuell an einer Hand abgezählt werden. Rudolf sagt, dass sie sich sehr gut übergreifende Zusammenarbeiten vorstellen könne. «Wir sind selber Mitglieder in einigen Kulturvereinen. Das auch, um zu sehen, was die überhaupt machen. Ich sehe dabei kein Risiko, dass wir uns in die Quere kommen.» Das Kulturhaus Conters solle eher als Ergänzung statt als Konkurrenz wahrgenommen werden. Momentan besucht Sabine Rudolf möglichst viele kulturelle Veranstaltungen in der Region, um auch die Leute kennenzulernen, die schon im Kulturkuchen unterwegs sind. Selber in ihrem Kulturhaus auf der Bühne zu stehen, sei nicht geplant. Denn die ganze Leidenschaft für das Musische komme bei ihr nicht dadurch, dass sie selber male, schreibe oder anderweitig als Kulturschaffende aktiv sei. «Ich bin Geniesserin und Konsumentin. Ich wurde nahe an der Kultur aufgezogen und war schon als kleines Mädchen viel in Opern oder an Konzerten.» Die Kultur sei immer Teil von ihrem Leben gewesen. Die Stiftung, die das Kulturhaus trage, müsse zuerst noch gegründet werden. Sie setze sich zudem auch noch für das Tierwohl ein. «Das ist auch ein Bereich, an dem mein Herz hängt. Das Ziel soll sein, Projekte zu fördern, die das harmonische Zusammenleben von Tier und Mensch unterstützen und dabei die vielen Bereiche im Auge haben, in denen sich Mensch und Tier gegenseitig bereichern können.» Sabine Rudolf ist es zudem noch wichtig, zu betonen, dass diese Projekte oder auch das Kulturhaus nicht aus einer politischen Motivation heraus entstanden seien, sondern vielmehr da seien, um der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können.

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